Palenque, Chichen Itza, Tikal, Copan: Magische Städte, schon zu Zeiten Columbus verlassen und vom Dschungel überwuchert. Doch wer waren ihre Erbauer, die Maya ?
Die Mayakultur erstreckte sich in Gebieten der heutigen Staaten Mexiko, Belize, Guatemala und Honduras. Man nimmt an, dass die Vorfahren der Maya ca. 250 n. Chr. aus Nordmexiko in dieses Gebiet einwanderten. Um 250 n. Chr. beginnt die klassische Periode der Mayakultur, die grossen Kulturzentren Tikal, Copan und Palenque entstehen. Dort werden die Schrift und der Kalender der Maya entwickelt. Ästhetische Verfeinerung und wissenschaftlicher Genius sind typisch für die Maya, die Griechen der neuen Welt. Die hierarchisch organisierte Gesellschaft wurde von einer Aristokratie beherrscht, die die Stadtstaaten kontrollierte, und von einem theokratischen Orden regiert. Im 10. Jhd. geht diese Kultur unter, vielleicht nach Putschen toltekischer Krieger. Im folgenden neuen Reich gibt es in den Städten (Chichen Itza, Mayapan, Uxmal) mehr weltliche als religiöse Bauwerke und die friedlichen Götter der Bauern und Priester werden von Kriegsgöttern verdrängt.